Die Gründung des Roten Kreuzes
Die Schlacht von SolferinoIn dem italienischen Ort Solferino fand in dem Jahre 1859 eine blutige Schlacht zwischen Italienern und Franzosen einerseits und den Österreichern andererseits statt. Der Schweizer Geschäftsmann Henry Dunat kam an diesem Schlachtfeld vorbei und stellte voller Entsetzen fest, dass Hunderte von verwundeten Soldaten ohne jede Hilfe einfach zurück gelassen wurden. Als Henry Dunant diese sah, organisierte er mit zahlreichen Helfern aus der Umgebung mit einfachsten Mitteln eine umfassende Hilfsaktion.
Um weltweit auf diese Missstände aufmerksam zu machen, schrieb Henry Dunant das Buch "Eine Erinnerung an Solferino". Hierin schildert er die aktuellen Probleme und gibt ein Lösungsvorschlag an. Dieser Vorschlag sieht vor, schon in Friedenszeiten freiwillige Helfer für den Sanitätsbereich auszubilden und unter einen besonderen Schutz zu stellen, um neutral auf dem Schlachtfeld eingesetzt werden zu können.
Nach Vorlage vom IKRK entstand 1864 die erste Genfer Konvention, welche von zwölf Staaten unterzeichnet wurde. Hierin ist die Verbesserung des Schicksals der verwundeten Soldaten im Felde geregelt. Diese Regelung sah vor, dass Ambulanzen, Lazarette und Sanitätspersonal des Roten Kreuzes als neutral anerkannt und geschützt werden. Verwundete müssen seither ohne Unterschied in Bezug auf Nationalität und Partei aufgenommen und gepflegt werden.
Für sein großes Engagement wurde Henry Dunant im Jahre 1901 der Friedens-Nobelpreis verliehen.
Aufbauend auf dem Grundgedanken von Henry Dunant, leisten derzeit in 176 Ländern freiwillige und hauptberufliche Mitarbeiter des Roten Kreuzes Ihren Dienst für Menschen in Not. Sie handeln nach einheitlichen Grundsätzen und helfen freiwillig "Im Zeichen der Menschlichkeit".
