Großeinsatz auf Burg Bilstein
Am Donnerstagabend gegen 21 Uhr ging die Alarmierung ein VManV – Schlägerei unter Kids. Bei einem Massenanfall an Verletzten war das Aufgebot dementsprechend groß, das nach Bilstein geschickt wurde.
Vorort war der Rettungsdienst mit mehreren Rettungswagen und Notärzten, der leitende Notarzt, der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes, der Rettungshubschrauber Christoph 25, das DRK, die SEG-Lenne, die Polizei und die Löschgruppen Bilstein und Grevenbrück. Viele Einsatzkräfte für einen, wie sich vor Ort glücklicherweise herausstellte, harmlosen Zwischenfall.
In der Jugendherberge waren zwei Schulklassen zu Gast – ein sechstes Schuljahr aus Köln und eines aus Essen, die Kinder waren zwischen 12 und 14 Jahre alt. Am Abend kam es zwischen den Jugendlichen zu einer verbalen Auseinandersetzung, dabei ging es um eine harmlose Sache wie Holz sammeln für ein Lagerfeuer.
Nach einem Gerangel zwischen zwei Jugendlichen in der Jugendherberge Burg Bilstein, wurde ein Junge mit dem Rettungshubschrauber, ein anderer mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht.
Es wurde gestritten, geschubst und gerangelt, dabei beteiligten sich immer mehr Schüler, wodurch ein großes Durcheinander entstand. Fünf Mädchen erlitten in diesem Chaos einen Schock, hyperventilierten und gerieten in Panik.
40 Einsatzkräfte aus dem Kreis Olpe waren in Bilstein im Einsatz. Beim Alarmierungsstichwort „Massenanfall an Verletzten“, stellt immer die Feuerwehr den Einsatzleiter. Im Feuerwehrhaus Bilstein wurde einen Bereitstellungsraum eingerichtet und von dort aus alles koordiniert, sodass bei Bedarf Kräfte den schmalen Weg hinauf zur Burg geschickt werden konnten.
Zum Glück ist bei dem Streit aber nicht so viel passiert, wie hätte passieren können. Auch, wenn weitaus mehr Kräfte im Einsatz gewesen wären als letztlich nötig, so ist es doch gut zu sehen, dass das Rettungssystem im Kreis Olpe im Ernstfall einwandfrei funktioniert.
Text: Karin Erlebach; Fotos: Kevin Schönebeck (1), Winfried Erlebach (1)

