Neuer Rettungswagen kann Leben retten
Der DRK-Ortsverein in Lennestadt ist seinem Ziel, einen moderneren Rettungstransportwagen (RTW) anzuschaffen, kurz vor Weihnachten ein gutes Stück näher gekommen.
Der Stadtrat Lennestadt bewilligte einstimmig einen Zuschuss von 30.000 Euro zur Finanzierung des Fahrzeugs. Aber bis der Wagen am DRK-Standort in Meggen angekommen ist, ist es noch ein weiter Weg. Mindestens die gleiche Summe muss der Ortsverein selber aufbringen. Wer also zum Jahresabschluss oder darüber hinaus noch einen wirklich guten Spendenzweck sucht und den ehrenamtlichen Dienst am Nächsten des DRK nachhaltig unterstützen möchte, der ist hier an der richtigen Adresse.
Der alte und einzige RTW des DRK-Ortsvereins Lennestadt ist mittlerweile 14 Jahre alt und hat satte 250.000 Kilometer auf dem Tacho. Der intensive Einsatz bei unzähligen Sanitätsdiensten bei Veranstaltungen aller Art, bei größeren Schadensfällen, im allgemeinen Katastrophenschutz oder zur Unterstützung des Rettungsdienstes des Kreises Olpe hat Spuren nicht nur auf dem Tachometer hinterlassen. Zudem kommt, „dass die Anforderungen und Sicherheitsstandards für solche Fahrzeuge immer höher werden“, so Lennestadts Rotkreuzleiter Winfried Erlebach.
Gebraucht statt neu
Deshalb startete das DRK schon Anfang des Jahres das Projekt „Ersatzbeschaffung RTW“ und musste nach den ersten Recherchen erst einmal staunen: Ein neues Fahrzeug hätte bedingt durch die weltweiten Produktionsschwierigkeiten im Automobilsektor eine Lieferzeit von bis zu 18 Monaten, zudem sind die Kosten in der Pandemielage immens auf 175.000 bis 220.000 Euro gestiegen, je nach Ausstattung.
Der Ortsverein entschied sich deshalb frühzeitig, nach einem Gebrauchtfahrzeug Ausschau zu halten. Doch „auch gute Gebrauchtfahrzeuge stehen auf dem Markt kaum zur Verfügung“, so Erlebach. Nach langem Suchen ist es dem Händler, mit dem der Ortsverein zusammenarbeitet, nun gelungen, zwei Fahrzeuge zu ermitteln, die eventuell in Frage kommen.
Nun sind auch gebrauchte Rettungstransportfahrzeuge nicht gerade Schnäppchen. „Mit 100.000 bis 125.000 Euro für einen guten gebrauchten RTW mit 130.000 bis 150.000 Kilometern Laufleistung muss man schon rechnen“, erklärt Winfried Erlebach.
Zur Finanzierung kann der DRK-Ortsverein mit Eigenmitteln in Höhe von 24.000 Euro sowie einer Fördersumme des Kreises in Höhe von 21.000 Euro planen. Zusammen mit dem 30.000 Euro Zuschuss der Stadt steht nun eine Summe von 75.000 Euro zur Verfügung. Den Rest muss der DRK-Ortsvereins selber aufbringen und hofft dabei auf die Unterstützung von Freunden und Förderern.
Der DRK-Ortsverein Lennestadt ist mit seinen vier Fahrzeugen (einem Krankentransportwagen KTW, dem besagten RTW, einem Einsatzleitwagen ELW und einem älteren Kleinbus zur Personenbeförderung) in die Einsatzeinheit Lenne eingebunden, ist aber dennoch kreisweit aktiv. Insbesondere der RTW wird auch im allgemeinen Katastrophenschutz und bei besonderen Lagen eingesetzt, wie zum Beispiel bei der Flutkatastrophe im vergangenen Sommer im Rahmen der Unterstützungs- und Hilfeleistung.
Einsatz auch in der Pandemie
„Gerade in den letzten Monaten waren unsere Fahrzeuge pandemiebedingt häufig im Einsatz, um Krankenverlegungsfahrten durchzuführen oder Aufgaben zur Bewältigung der Pandemielage abzuwickeln“, heißt es in einem Schreiben von Thomas Trapp, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Lennestadt, an die Stadt.
Quellenangabe Text: WP/Volker Eberts
Spendenkonto
Im Sanitäts- und Betreuungsdienst des DRK-Lennestadt, u.a. im Betrieb des DRK-Testzentrums in Meggen, sind derzeit 25 DRKler aktiv. Dazu kommen zahlreriche Helferinnen und Helfer ind den Arbeitsgruppen "Blutspende" und "Kleiderladen Jacke wie Hose" in Altenhundem.
Spenden können auf folgendes Konto eingeszahlt werden:
DRK Lennestadt, Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem.
Stichwort: RTW, IBAN DE 29 4625 1630 0022 0287 81
(Bitte Name, Adresse und "Spendenquittung erbeten" angeben,
Beleg wird dann zugeschickt).

