Rotkreuzhelfer besuchen die jährliche rettungsdienstliche Fortbildung
Rotkreuzhelfer besuchen die jährliche rettungsdienstliche Fortbildung
Tag 1 beinhaltete die Themen: Update Einsatztaktik und Dynamische Patientensimulation
Was ist zu tun, wenn es zu einem Einsatz mit vielen betroffenen Personen kommt? Definition MANV ( Massenanfall von Verletzten) und dessen Ursachen. Welche Aufgaben hat der Ersteintreffende am Ereignisort? Patientenablage und Dokumentation. Was ist zu beachten, wie sind die Strukturen der beteiligten Einheiten, die Zusammenarbeit derer und die Kommunikation untereinander? Wie laufen die Informationsweitergabe und die Übergabe?
Diese Themen galt es in Gruppenaufgaben zu erarbeiten.
Praktische Übungen in realitätsnahen Szenarien sind für den Einsatzerfolg wichtig. Da diese aber sehr aufwendig sind finden sie eher selten statt. Eine Alternative ist die
MANV-Simulation mittels dafür konzipierten Kartenmaterials.
Damit lässt sich ein Einsatz realitätsnah gut darstellen und in Abschnitten medizinische
Rettung in einer Patientenablage und einem Behandlungsplatz trainieren.
Im Fokus stehen dabei die medizinischen Maßnahmen,
sowie die taktischen Entscheidungen unter Zeitdruck zu treffen.
Durch die Dynamische Patienten-Simulation lässt sich der Einsatz in einer
Patientenablage und einem Behandlungsplatz realitätsnah darstellen. Dabei können neben den Führungspositionen auch die Funktionen der sanitäts- und rettungsdienstlichen Einsatzkräfte trainiert werden. Ebenfalls werden Leitstelle und Personenauskunftsstelle mit einbezogen. Ohne großen Aufwand wurden eine „Übungswohnung“ zum Einsatzort in der die Helfer mit Patienten, Einsatzfahrzeugen und Material in Kartenform die erforderlichen Aufgaben und Abläufe üben konnten.
Am Tag 2 standen Megacode Training und Fallbeispieltraining auf dem Programm
Beim Megacode Training konnten die Rotkreuzler in praktischen Teamaufgaben die Patientenversorgung bei einem lebensbedrohlichen Zustand üben und ihre Fähigkeiten auffrischen. Es galt die Person entsprechend mit erweiterten, lebensrettenden Maßnahmen zu versorgen. Die Reanimation (Herz-Lungen-Wiederbelebung) der Umgang mit dem Defibrillator (AED), die Atemwegssicherung, Medikamentengabe bzw. Vorbereitung dieser Maßnahme, sowie die EKG-Kunde.
Ähnlich galt es die verletzten Personen zu versorgen, die in unterschiedlichen Situationen mit Verletzungen bzw. Erkrankungen vorgefunden und in Fallbeispielen dargestellt wurden. Dabei handelte es sich um internistische und chirurgische Notfälle in Alltagssituationen.
Text: Karin Erlebach; Fotos: DRK Lennestadt

